Verklärte Nacht is one of Arnold Schönberg’s most popular works. The present arrangement was made by Eduard Steuermann (born Poland 1892, died New York 1964). Steuerman was a member of the composer’s circle of friends and was as pianist a prominent exponent of Schönbergs works. He arranged the string sextet Verklärte Nacht as a birthday present for the Viennese benefactor of the arts Alice Moller, who studied with both Steuermann and Schönberg. Her house was at that time a meeting place for musicians in the Austrian capital. Steuermann fled to the USA in 1936. Alice Moller managed to keep the manuscript hidden during the upheaval of the second world war and gave it back to Steuermann when they met again in Israel.
The Austrian/American composer Arnold Schönberg was born in Vienna. He grew up in a Jewish family and started composing when he was only eight years old. He learnt violin and cello as well. Schönberg was a pupil of Alexander von Zemlinsky. He worked for a while in the cabaret world until writing his first masterpiece, Verklärte Nacht in 1899. Wagner’s influence is clearly to be heard. In 1903 he established himself in Vienna as composer, teacher and conductor, counting among his pupils both Alban Berg and Anton von Webern.
Dissonance began to become a theme of his composition. Works such as Erwartung, Fünf
Orchesterstücke and Pierrot Lunaire arose between 1908 and 1912. These were greeted
with considerable animosity as Schönberg expected but he carried on regardless believing
that tonality had to make way for other forms of expression. Around 1923 he began
to describe his musical thoughts as a “twelve tone system”, dodecaphony. From this
moment he wrote only strictly twelve-
Verklärte Nacht
Gedicht von Richard Dehmel, aus "Weib und Welt"
Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain;
der Mond läuft mit, sie schaun hinein.
Der Mond läuft über hohe Eichen
kein Wölkchen trübt das Himmelslicht,
in das die schwarzen Zacken reichen.
Die Stimme eines Weibes spricht:
Ich trag ein Kind, und nit von Dir
ich geh in Sünde neben Dir.
Ich hab mich schwer an mir vergangen.
Ich glaubte nicht mehr an ein Glück
und hatte doch ein schwer Verlangen
nach Lebensinhalt, nach Mutterglück
und Pflicht; da hab ich mich erfrecht,
da liess ich schaudernd mein Geschlecht
von einem fremden Mann umfangen,
und hab mich noch dafür gesegnet.
Nun hat das Leben sich gerächt:
nun bin ich Dir, o Dir begegnet.
Sie geht mit ungelenkem Schritt.
Sie schaut empor; der Mond läuft mit.
Ihr dunkler Blick ertrinkt in Licht.
Die Stimme eines Mannes spricht:
Das Kind, das Du empfangen hast,
sei Deiner Seele keine Last,
o sieh, wie klar das Weltall schimmert!
Es ist ein Glanz um Alles her,
Du treibst mit mir auf kaltem Meer,
doch eine eigne Wärme flimmert
von Dir in mich, von mir in Dich.
Die wird das fremde Kind verklären
Du wirst es mir, von mir gebären;
Du hast den Glanz in mich gebracht,
Du hast mich selbst zum Kind gemacht.
Er fasst sie um die starken Hüften.
Ihr Atem küsst sich in den Lüften.
Zwei Menschen gehn durch hohe, helle Nacht.